Schnupperlehre

Für die meisten Jugendlichen ist die Schnupperlehre der erste Kontakt mit der Arbeitswelt. Aus diesem Grund sollte der Jugendliche ein möglichst vollständiges und wahres Bild des Berufes erhalten. Er soll für dieses wichtige Erlebnis eine Atmosphäre freundlicher Anteilname vorfinden. Beratung, Anleitung und vor allem Ermutigung zum Fragen und geduldiges Eingehen auf den Schnupperlehrling sind darum ganz besonders wichtig. Für die Jugendlichen bedeutet eine Schnupperlehre die Chance, die eigenen Vorstellungen des Wunschberufes mit dem tatsächlichen Berufsalltag vergleichen zu können.

 

Grundpfeiler der Schnupperlehre

Damit der Jungendliche einen möglichst klaren und vertieften Einblick in den Beruf erhält, soll er zum Festhalten des Erlebten veranlasst werden. Ermuntern Sie den Schnupperlehrling, das Tagebuch engagiert zu führen! Planen Sie in Randstunden jeweils ca. 30 Minuten ein, in denen er das Tagebuch ausfüllen und bearbeiten kann. Am Schluss wird das Tagebuch eine wertvolle Hilfe bei der Auswertung und Schlussbesprechung sein.

Grundsätzlich soll die Arbeitsorganisation wegen der Aufnahme eines Schnupperlehrlings keine gewichtige Umstellung erfahren. Um den Schnupperlehrling nicht zu überfordern, sind ihm Theorie und Praxis in sinnvollem Wechsel unter Berücksichtigung der betrieblichen Gegebenheiten zu vermitteln.

Kein Schnupperlehrling darf den Betrieb verlassen, ohne dass eine Schlussbesprechung stattgefunden hat. In dieser Besprechung sollten die gemachten Erfahrungen des Schnupperlehrlings (Schnuppertagebuch) sowie die Gesamtbewertung des Betriebes einfliessen. Dem Schüler bzw. der Schülerin muss klar werden, ob er/sie sich für diesen Beruf eignet und welches die weiteren Schritte zur Berufswahl oder Lehrstellensuche sind. Bei der Verabschiedung kann eine symbolische Anerkennung übergeben werden. In welchem Rahmen diese ausfällt, liegt im Ermessen des Betriebes.

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